Fugger-Syndrom?: Du bist
Gern hätten wir uns gedrückt vor der Beschäftigung mit dem Fugger-Vorfall: Der Boss der deutschen Kosovo-Truppe tritt in der Sylvester-Nacht vor die Seinen und kassiert dafür eine Wehrbeauftragten-Beschwerde.
Generell sollte gelten: Hüte Dich, Deinen Senf abzugeben, wenn Du nicht ein hinreichend genaues Lagebild von einer Geschichte hast. Einen mordsmässigen Ausflug in die Gefilde der Verallgemeinerung über den Zustand der deutschen Streitkräfte solltest Du Dir sorgfältig überlegen.
Eine e-mail von einem Leser, der mit “Grüss Gott” beginnt, hat uns eigentlich gezwungen, doch das Thema “Fugger” anzuschauen, bei:
Seit annedunnemal mögen wir ja behaupten, dass es gilt, den “strategischen” Kern einer Sache zu erkennen:
- Es ist “Sylvester-Nacht”! (Es fehlt die konkrete Angabe der Uhrzeit);- nach 3 min. ist erst Ruhe (bei “leicht” alkoholisierten “Jugendlichen” kann vorher keine Ruhe einkehren, es sei denn, dass der “Boss” einen sagenumwobenden Ruf geniesst und sofortigen Respekt generiert);- wenn ein Sicherheitsvorfall in Mitrovica am Vortage den Boss umtreibt, müsste er entsprechende Vorkehrungen treffen, die einen nüchternen Teil des Kontingents betreffen;- bereits alkoholisierten “Jugendlichen” während einer Sylvesterfeier drakonische Strafen für den “worst case” anzudrohen, ist nicht der Weisheit letzter Schluss.
Man muss die Kirche aber auch im Dorf lassen. In Krisen versagen allermeist die “grossen Führer”. Kommunikations-”Kunst”, insbesondere in Krisen, ist eben eine Angelegenheit aus dem “Inneren”; dort muss man dazu aber auch entsprechend “sortiert” sein.
{Du kommunizierst, was Du bist}