Rüstungs-Bermuda: ersetzen
Bisher war ja unsere Suche nach dem Beweis für die These, dass sich die Bundeswehr kurz vor dem Abgrund befindet, nicht von Erfolg gekrönt.
Heute unternehmen wir den letzten Anlauf zur ultimativen Rechthaberei. Das ist unser Indizienbeweis:
Rüstungsprojekte der Bundeswehrpläne 2005 und 2009 im Vergleich (PDF)
Das Ergebnis des Vergleichs der Rüstungsplanungsstände von 2005 und 2009 ergibt, dass
- das projektierte Rüstungsvolumen von
- 67,441 Mrd EUR in 2005 auf
- 88,761 Mrd. EUR in 2009 gestiegen ist; - bezogen auf den 4-Jahres-Zeitraum eine Steigerung um 21,32 Mrd. EUR (+ 31,6 %) stattgefunden hat, was einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 7,9 %/Jahr entspricht.
Natürlich kann man planerisch eine solche Bugwelle grundsätzlich auf der Zeitachse nach hinten verschieben. Die Rüstungsplaner haben diesen Ansatz allerdings in der Vergangenheit schon derart heftig praktizieren müssen, so dass fraglich ist, ob die Kunst des Schiebens, Streckens und Streichens (?) nicht schon längst überstrapaziert ist.
Wir gestehen ein, dass wir ein Trauma haben: Das Gelächter der Herrschaftswissenden, die sich ob solcher Nasenpopelei die Schenkel rot klopfen.
{Was ich nicht weiss, ist vielleicht (ersetze sinngemäss)}
Montag, 2. November 2009 um 19:46
Juhu, endlich diskutieren…
Mein Beitrag ist schon im Diskussionsforum gelandet…
Man, macht GeoPowers jetzt Spaß!
Einen schönen Abend an alle Sicherheitsinteressierten…
Dr. LaK
[Antwort]
Dienstag, 3. November 2009 um 21:40
An anderer Stelle wurde es schon einmal angesprochen-der “Karren Bundeswehr” steht nicht nur mit der Deichsel an der Wand-die Vorderräder fahren schon die Wand hoch.
Nicht umsonst hat die Bundeswehr es in den letzten 10 Jahren nie geschafft, eine der durch Transformation eingeleitete Umstrukturierungen auch endgültig einzunehmen, bevor die nächste “schlaue Idee” die Truppe dazu zwang, im laufenden Betrieb das Ruder (wieder einmal) herumzureissen…
Einsparpotential gäbe es bei der Bundeswehr mehr als genug:
-Der Verwaltungswasserkopf muss weg
-Die Wehrpflicht in der jetzigen Form gehört der Vergangenheit an
-Die Truppe muss flexibler mit ihrem Budget umgehen können
Beschaffungsvorhaben müssen flexibler vonstatten gehen; es kann nicht sein, das von der Idee bis zum fertigen Produkt mehr als 20 Jahre vergehen..
Mal schauen, ob der neue Verteidigungsminister mehr Geschick (und Interesse!) an “seiner” Armee aufzeigen wird, als seine (unrühmlichen) Vorgänger….
[Antwort]