A400M Kurse
Vor 6 Tagen ist uns die Meldung aufgefallen, dass das Kabinett Südafrikas den Ausstieg aus dem im Dez. 2004 gefassten Beschluss, acht A400M zu kaufen, beschlossen hat. Einen Tag später begründete der südafrikanische Verteidigungsminister Lindiwe Sisulu das so:
Nicht der Beschluss an sich, über den die Medien berichtet haben, sondern die Preisangaben haben uns irritiert (siehe vorletzter Absatz der Sisulu-Erklärung) und zum Nachrechnen gereizt:
• Mehr als 30 Mrd. ZAR (Rand) würde die Beschaffung zum Zeitpunkt des 1. Zulaufs des A400M (ca. 2014) kosten; in 2004 habe man aber 17,646 Mrd. ZAR vereinbart. Die Steigerungsrate wäre (bei 30 Mrd. ZAR) demnach 70 %.
• Sisulu spricht im Gegensatz dazu aber nur von einer 25%igen Steigerung der Beschaffungskosten (und 15- 20 % + bei der logistischen Erstausstattung).
U.E. erklärt sich vieles aus der Änderung der Wechselkurse:
• Im Dez. 2004 lag der Kurs des Rand gegenüber dem EUR bei 0,1307. EADS konnte damals also mit rund 2,3 Mrd. EUR rechnen. Mit dem derzeitigen Kurs des Rand von 0,09018 müsste die südafrikanischen Regierung aber nur noch rund 1,6 Mrd. “EUR” überweisen.
• Heute sind besagte 30 Mrd. ZAR etwa 2,7 Mrd. EUR wert. Gegenüber dem Wert des Südafrika-Auftrages von 2004 in Höhe von 2,3 Mrd. EUR wäre (bei 30 Mrd. ZAR) eine währungsbereinigte Preissteigerung um 400 Mio. EUR (17,4 %) über 10 Jahre festzustellen.
(Die Rechnung mit den 47 Mrd. ZAR, die Beschaffungschef Sipho Mkwanazi genannt hat, rechnen wir nicht, denn darin sind u.a. die gesamten Life-cycle-costs enthalten. Demnach kostet den südafrikanischen Steuerzahler eine einzige A400M eine halbe Mrd. EUR!);
Nun müsste man nachschauen, wer noch Nicht-EUR-Kunde ist, und wie sich bei ihm die Wechselkurse seit Vertragsabschluss entwickelt haben (bei den Briten müsste das spannend sein).
Auf unsere “Preissteigerungen” müssen wir noch warten. Man kann ja mal üben:
Lt. Beschaffungsvorlage A400M, Drs. des Haushaltsausschusses vom 24. 2003, beläuft sich die Summe des “Industrievertrages” mit AIRBUS MILITARY auf 7.110,3 Mio. EUR, zum Preisstand 12/2002 incl. 16 % Umsatzsteuer (zur Hochrechnung darf man den GDP-Deflator nehmen).
{Rechnen müsste man können}
Dienstag, 10. November 2009 um 13:13
Das unglaubliche Elend “A400M” sollte endlich als europäische Luftnummer abgehackt werden.
Wir uns “leider” bei unseren guten Freunden Lockheed & Boing einkaufen, die Wartung selbst übernehmen und langfristig so auch einige Arbeitsplätze (wenn man das Argumnet der 4000 direkten Ap´s bei Produktion der A400M in Dlt gegenüber stellt)sichern könnten.
Wenn man die südafrikanische Rechnung aufmacht: 25 % Preisteigerung berechnet und einiges Notwendiges, wie z.B. das Selbstverteidigungssystem des A400M noch dazu rechnet, sollten wir schon so bei um die 10 Mdr. Euro für die 60 “Glanz & Gloria” Transporter sein.
Da bekommen wir ja bei Lockheed mit sagen wir mal 30 Stück C 130 J (Stückpreis ca $ 70 Mill. $) + 15 C 130-30 J + einige C 17 (Stückpreis ca. $ 200 Mill.)eine flexible und wahrscheinlich preiswertere “Strategische Luftflotte” auf den Hof gestellt, die den Namen “strategisch” auch verdient!!! Was für ein Schnäppchen im Vergleich zur “Luftnummer” A400M.
Na dann auf nach Amerika – Shoppen kann sooo schön sein
))
[Antwort]
Dienstag, 10. November 2009 um 13:24
“abgehakt” – statt “abhacken” könnte man´s auch, wenn´s flugzeug schon fertig wäre, bei der investruine!!! hihihi
[Antwort]