ANA-Aufbau: Preis
Es immer berückend, wenn man zu einem aktuellen Thema Literatur findet, die einfach exellent ist. Da der “Aufbau der “Afghan National Army” (ANA) in den Mittelpunkt der Strategie der “Afghan Ownership” gerückt ist, und neben der Katastrophe des Aufbaus der afghanischen Polizei (ANP) noch am ehesten Erfolg verspricht, ist fachkundige Analyse der bisherigen Erfahrungen äusserst hilfreich.
Oberst (ret.) Jeff Haynes hat genau dies geleistet. Seine gut 7-seitige Analyse sowie seine Empfehlungen muss man lesen, um die anstehende Aufgabe richtig einzuordnen.
Bedenkt man,
- dass der bisher geplante ANA-Umfang von 120.000 (?) auf 240.000 angehoben werden soll,
- dass auch der ANP-Umfang drastisch erhöht werden soll,
- die Finanzierung der alten Umfänge in der Planung des afghanischen Haushalts für die nächsten Jahre nur zu grob 50 % (allgemeines Defizit) gedeckt ist,
- Qualität erheblich mehr Zeit erfordert als die Erfüllung von plakativen quantitativen Soll-Zahlen,
kann man sich fragen, ob solche “Benchmarkings” von der internationalen AFG-Konferenz im Jan. 2010 genügend und detailliert den abzugswilligen Wählerschaften präsentiert werden.
Bei solchen Beträgen ist natürlich nicht eingerechnet, was die wohlfeile, natürlich berechtigte Forderung nach Erhöhung der zivilen Hilfe angeht.
Schade, dass uns niemand unser “Gesetz” abkauft:
Sicherheit aufzubauen ist schweineteuer; der laufende Unterhalt spottbillig!
{Die Nachfrage bestimmt den Preis}
Donnerstag, 26. November 2009 um 05:29
Heute darf man an Jan Meyer und J. Reichelt nicht vorbeigehen, denn sie liefern den Stoff für den Abgang des Arbeitsministers:
http://www.bild.de/BILD/politik/2009/11/26/bomben-video-kunduz-in-afghanistan/verschwieg-minister-jung-die-wahrheit-ueber-die_20bombardierung.html
[Antwort]