Verteidigung/Sicherheitspolitik

Kategorie: News III./2009

Bw 2010+ Minister-Psychogramm: Kreuz

Es ist uns eine befreiende Gedankenübung, sich den neuen Verteidigungsminister so zu “malen”, wie er für die nächsten 4 Jahre dringlich gebraucht würde:

  • Interesse:Das Bedeutungsphänomen des Begriffs “Interesse” halten wir für super-zentral. Eine platte Definition sagt schlicht: “Was ist mir wichtig?

    Übertragen hiesse dies, dass der neue Minister ein “brennendes” Interesse an der Leistung der Streitkräfte – heute und morgen – haben müsste.

  • Führungsfähigkeit:Führungsfähigkeit ist eine so schillernde Begrifflichkeit, der wir uns nur so nähern können:

    - ein inneres “Kraftwerk” zu haben, die notwendige “Power” für das clausewitz’sche “Momentum” entwickeln zu können,

    - fähig zu sein, strategische Ziele erkennen, definieren und unterfüttern zu können;

    - im “Micro”-Management “feuert” man demonstrativ gut abgefederte Pensionsempfänger, die “den Knall noch nicht gehört” haben;

    - kommunikativ so “smooth” zu sein, dass niemand eine Bitte abschlagen mag,

    - sachlich (Daten, Fakten, Zahlen) absolut “sattelfest” zu sein (und wenn man sie abliest – man stelle sich vor, ein Minister besteht bei Maybritt Illner auf der ppt-Einspielung seiner Daten ?!?),

    - Öffentlichkeitsarbeit von Yuppie-Marketing zu unterscheiden weiss,

    - und vor allem: keine Angst zu haben. D.h., wenn ich den Job (das Leben) verliere, ist mir das ****egal (ich bin nicht Verteidigungsminister, um Kanzlerträume zu haben wie z.B. Rühe oder Scharping). Über die Angst des Soldaten wird viel geschrieben, über die Angst der Zivilisten, den nächsten “Stern” zu kriegen, auch?

Systemisch landet man letztlich wieder bei der richtlinien-kompetenten, höchstwahrscheinlich neuen Kanzlerin. Wenn unser “gemalter” neuer Verteidigungsminister keine “special relationship” zu der Dame hat, geht das Ganze schief.

Man kann sich auch an eine tiefenpsychologische Deutung wagen, warum Angela Merkel ein “irgendwie” distanziertes Verhältnis zur Bundeswehr hat. Unterstellt man ihr eine wie auch immer konfigurierte Ablehnung des DDR-Regimes, dann gehört dazu eine tiefe Abneigung gegenüber der NVA. Ein “Übergang” zur Bw wäre so plausibel.

Wie in solchen Fällen üblich, setzen wir unsere ganze Hoffnung auf Beate Baumann. Sie könnte als “Her masters voice” den notwendigen “spin” geben.

{Das “Kreuz” des tiefgreifenden Wochenendes reicht für lange 4 (?) Jahre}

P.S.: In der englischen Fassung von GOOGLE haben wir gerade gesehen, dass aus “Beate Baumann” auf einmal “Bruce Read” wird!

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